Maturarbeit zu Sterbehilfe gewinnt 1. Preis

06. September 2021

Das Dekanat Uri, die röm.- kath. Landeskirche Uri und die evangelisch-reformierte Landeskirche Uri konnten am 3. September 2021 einmal mehr Maturapreise zu einem religiösen, kirchlichen oder ethischen Thema vergeben.

In einer schlichten Feier wurde der diesjährigen Gewinnerin, Ana Maria Crnjac aus Erstfeld, von Vertreterinnen und Vertretern der beiden Landeskirchen und der Jury der Hauptpreis übergeben. Die siegreiche Arbeit trägt den Titel: Die Sterbehilfe im Auge der (Urner) Kirchgemeinschaft – wie unterscheiden sich die Meinungen auf den drei Ebenen röm.- kath. Kirche, Vertreter und religiöse Individuen. Dekan Daniel Krieg, Pfarrer von Altdorf, würdigte die siegreiche Arbeit in einer Laudatio.
Die Arbeit aus dem Bereich christliches Handeln in sozialem Leben sowie Kommunikation zwischen Naturwissenschaft und Glaube überraschte besonders durch ihre fachliche Qualität, berührt, ist aus dem Leben gegriffen und nimmt ein heisses Gesellschaftsthema auf. Insofern auch mutig, dass sich ein junger Mensch mit einem solchen Thema auseinandersetzt und sich den Gegebenheiten stellt. Ana Maria Crnjac zeigte auf, wie das Thema Sterbehilfe unter jungen Menschen diskutiert wird. Die kirchlichen Positionen wurden gut dargestellt und bei den Interviews hat sie aus drei Generationen vielfältige Ansichten, Haltungen, Normen und Werte hervorgebracht.

Weiter wurde die Arbeit von Veronika Lukic aus Erstfeld mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Mit dem Thema: Glaube – 3 Personen – 3 Religionen hat sie sich mit den Bereichen Zusammenhang von Religion, Glaube und Kultur beschäftigt und auseinandergesetzt. Es wurden Ansichten, Werte, Normen sowie kulturelle Realitäten in Erfahrung gebracht (Islam, Christentum, Hinduismus). Aus der Befragung heraus mit den 3 Personen hatten sich präzise Resultate ergeben zu religiösen Festen, religiösen Orten und welchen Einfluss Bezugspersonen auf die eigene religiöse Haltung genommen haben.

Die Organisatoren möchten mit der Preisverleihung das Interesse an solchen Themen einerseits würdigen, anderseits dazu beitragen, dass Arbeiten in diesen Themenbereichen geschrieben werden.

Ana Maria Crnjac und Veronika Lukic