Session des Grossen Landeskirchenrates der Röm.-Kath. Landeskirche Uri

11. Mai 2022

Der Grosse Landeskirchenrat der Röm.-Kath. Landeskirche Uri versammelt sich am Mittwoch, 18. Mai 2022 um 14.00 Uhr, zur ordentlichen Frühjahrssession im Landratssaal, Altdorf. Auf der Traktandenliste stehen die Jahresrechnung 2021, der Bericht des Kleinen Rates über das abgelaufene Jahr sowie die dringende Empfehlung über die Umsetzung des «Schutzkonzepts für die seelische, geistige und körperliche Unversehrtheit der Menschen im Bereich des Bistums Chur» in Bezug auf die Prävention in der Landeskirche Uri.

Die Jahresrechnung 2021 schliesst bei einem Aufwand von CHF 1’539’863.20 und bei einem Ertrag von CHF 1’553’862.55 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 13’999.35 ab.
Ein grosser Teil der Einnahmen, nämlich rund CHF 475'000, fliesst über den Finanzausgleich wieder an die finanzschwächeren Kirchgemeinden zurück. Gegenüber dem Budget schliesst die Rechnung um CHF 15'499.35 besser ab.  

Der Jahresbericht des Kleinen Landeskirchenrates gibt einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der katholischen Landeskirche.

Das Bistum Chur hat zusammen mit allen Landeskirchen im Bistum Chur am 2. April 2019 das «Schutzkonzept für die seelische, geistige und körperliche Unversehrtheit der Menschen im Bereich des Bistums Chur» erlassen.
Das Schutzkonzept umfasst folgende Hauptelemente:

  • Prävention
  • Intervention
  • Nachbetreuung

Am 5. April 2022 ist der Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht im Bistum Chur in Kraft gesetzt worden. Der Bischof von Chur, Joseph Maria Bonnemain, alle Präsidenten der Landeskirchen im Bistumsgebiet (Biberbrugger-Konferenz) sowie die Generalvikare haben das dazugehörige Dokument unterschrieben.
Der Kleine Landeskirchenrat hat beschlossen, die Umsetzung des Schutzkonzepts in Bezug auf die Prävention zu regeln. Da einige Bestimmungen die Autonomie der Kirchgemeinden tangieren, in die die Landeskirche nicht rechtsverbindlich eingreifen kann, erfolgt dies nicht in Form einer Verordnung, sondern im Rahmen einer dringenden Empfehlung.
Der Erfolg der Prävention ist massgeblich abhängig, inwieweit die Arbeitgeberinnen ihre Verantwortung wahrnehmen. Daher wird definiert, dass die Kirchgemeinden für die Umsetzung des Schutzkonzepts in ihrem Aufgabengebiet zuständig und auch verantwortlich sind. Zudem wird die Ausbildung definiert, denn es entscheidend ist, dass die in und für die Kirche tätigen Personen befähigt werden, mit dem Thema «seelische, geistige und körperliche Unversehrtheit» in der täglichen Arbeit professionell umzugehen.

Die Beratungen des Grossen Landeskirchenrates sind öffentlich.

Für den Kleinen Landeskirchenrat: Gunthard Orglmeister, Präsident