Versammlung Grosser Landeskirchenrat

26. Mai 2021

Am 19. Mai 2021 traf sich der Grosse Landeskirchenrat der Römisch-Katholischen Landeskirche Uri in der Kirche Bruder Klaus in Altdorf zur letzten Versammlung der zu Ende gehenden Legislatur. Geleitet wurde sie von der Vizepräsidentin Petra Merenda. Zu Beginn gedachten die 31 anwesenden Delegierten aus den Kirchgemeinden und die Gäste mit einfühlsamen Worten der Vorsitzenden und einer Besinnung von Pastoralassistentin Andrea Franziska Meyer dem langjährigen Präsidenten Paul Bennet, der im Januar dieses Jahres leider im Amt verstorben ist.

Zu den zentralen Themen gehörte die kürzlich erfolgte Wahl von Joseph Maria Bonnemain zum neuen Bischof des Bistums Chur. Der Präsident Gunthard Orglmeister stellte dieses hoffnungsvolle Ereignis als absoluten Höhepunkt an den Anfang seines Jahresberichtes. Zu den Geschäften, welche den Kleinen Landeskirchenrat beschäftigten, nannte er nebst den Finanzen, die Anstellungsrichtlinien und das Schutzkonzept für das Personal, sowie die Erarbeitung neuer Richtlinien für den Finanzausgleich zwischen den Kirchgemeinden. Zunehmend müssen sich die kantonalen Organe auch mit der kirchlichen Entwicklung in Uri und politischem Gegenwind beschäftigen.

Die Jahresrechnung 2020, die von der Präsidentin der Finanzkommission Heidi Jauch zur Annahme empfohlen und anschliessend von Verwalter Erwin Walker erläutert wurde, schloss besser ab als budgetiert. Aufgrund der guten Finanzlage war wegen der Erneuerung der Webseite der Landeskirche ein grösseres Defizit geplant. Pandemiebedingt gab es zahlreiche Abweichungen bei Ausgaben und Einnahmen, die zu diesem besseren Ergebnis führten. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Der neue Generalvikar Peter Camenzind nahm die Gelegenheit wahr sich vorzustellen, obwohl man ihn ja in Uri als ehemaligen Pfarrer von Bürglen noch gut kennt. Er gedachte ebenfalls dem verstorbenen Paul Bennet und stimmte zu seinen Ehren ein Loblied an, das trotz der Gesichtsmasken recht gut klang. Er wird als Nachfolger des beliebten Martin Kopp, die Urschweizer Stimme und Ansprechperson für den Bischof sein und kann dabei auf tatkräftige Unterstützung von Dekan Daniel Krieg zählen.

Der Seelisberger Delegierte Heinz Vonesch bedauerte die Kirchenaustritte, die vielfach aus finanziellen Gründen erfolgen und wies auf Bemühungen in anderen Kantonen hin, die kirchlichen Leistungen besser bekannt zu machen. Gunthard Orglmeister antwortete auf die Frage, ob in Uri auch solche Aktionen geplant sind, dass man sich der Problematik bewusst ist, aber die Beteiligung an der erwähnten Internetseite «Kirchensteuern sei dank» leider aufgrund unserer beschränkten Ressourcen nicht möglich ist.

Am Schluss der Versammlung wurden die Vizepräsidentin und die Stimmenzählerin Maria Baumann, die dem Rat 20 Jahre lang angehörte, sowie die Mitglieder der Finanzkommission mit einem Präsent verabschiedet. Die übrigen Mitglieder, die dem neuen Rat nicht mehr angehören werden, wurden ebenfalls mit dem besten Dank für die geleistete Arbeit im Dienste der Urner Katholiken verabschiedet.

Die konstituierende Sitzung der neu gewählten Delegierten des Grossen Landeskirchenrates findet am 9. Juni 2021 ebenfalls in der Kirche Bruder Klaus statt.

Kirche Bruder Klaus